Montag, 8. August 2022

Coronavirus SARS-CoV-2 und MSA

In den offiziellen Informationen der Behörden wird MSA nicht ausdrücklich erwähnt. Es ist jedoch klar, dass Menschen mit MSA in die Gruppe fallen, für die das Coronavirus SARS-CoV-2 besonders gefährlich sein kann. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie MSA haben, wenn Sie sich um jemanden mit MSA kümmern und pflegen oder mit jemandem in Kontakt kommen, der Multisystematrophie (MSA) hat.

Coronavirus und MSA

Die Situation mit dem Coronavirus Covid-19 ändert sich ständig. Wir versuchen unsere Informationen so aktuell wie möglich zu halten. Bleiben Sie gelassen, bleiben Sie zu Hause, und folgen Sie den offiziellen Regelungen der Länder, des RKI und der Bundesregierung. Menschen mit MSA gehören zur Risikogruppe, sind besonders gefährdet und sind meistens auf Hilfe im Alltag angewiesen.

Der Verband der britischen Neurologen warnt vor bestimmten Symptomen im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen, die das Risiko einer schweren Erkrankung durch COVID-19 erhöhen. Dazu gehören:

      • Patienten in Pflegeheimen.
      • Personen mit ausgeprägten Schluckbeschwerden oder Atemproblemen.
      • Menschen mit Beeinträchtigung des Gedächtnisses oder Denkfähigkeit, die so signifikant sind, dass sie Schwierigkeiten haben, den gesundheitlichen Rat zu verstehen oder zu befolgen.

„Bleiben Sie gelassen, bleiben Sie zuhause, und folgen Sie den offiziellen Regel.“

Menschen mit MSA entwickeln oder haben deutliche Probleme beim Atmen und Schlucken. Wenn diese Probleme vorliegen, besteht ein höheres bis sehr hohes Risiko. Covid-19 breitet sich weiterhin aus und führt zu einer sehr starken Belastung der Intensivmedizin.

Die Empfehlung für Personen mit diesem höheren Risiko lautet, sich selbst zu isolieren und zu schützen. Kontakte auf das nötigste zu reduzieren, 2 m Distanz zu halten, sein Gesicht nur nach vorherigen Händewaschen berühren, Anwesende bitten einen Mundschutz (FFP2 oder höher) zu tragen und den eigenen Gesundheitszustand genau zu beobachten, bei Veränderung den Arzt anrufen.

Hinweise und Tipps

Wir können keine Ratschläge zu individuellen Umstände geben, da die Bedrohung durch das Coronavirus (Covid-19) beispiellos ist. Um sich selbst zu schützen und vertraute Abläufe weitgehend aufrechtzuerhalten (unter Einhaltung gültiger Regeln) empfehlen wir:

      • Vermeiden Sie jegliche soziale Besuche. Nutzen Sie das Telefon und das Internet um mit Person in Kontakt zu bleiben.
      • Befolgen Sie die Regeln zu Social Distancing und vermeiden Sie, so weit möglich, den Kontakt mit anderen Menschen außerhalb Ihrer Wohnung.
      • Wenn Sie Erkältungssymptome entwickeln, bleiben Sie bitte zu Hause und verständigen Sie Ihren Hausarzt. Lesen Sie die aktuellen Hinweise auf Patientenservice 116117.de. Wenn Sie keinen Internetzugang haben rufen sie 116117 an. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie 112.
      • Beachten Sie, dass jemand mit MSA nicht immer eine hohe Temperatur aufweist, selbst wenn ein Virus oder eine Infektion vorliegt (aufgrund einer autonomen Dysfunktion). Dies bedeutet, das eine Coronavirus Infektion auch ohne Fieber möglich ist. Wenn sich der Gesundheitszustand oder die MSA-Symptome innerhalb von 24/48 Stunden plötzlich verschlimmern, wenden Sie sich umgehend an Ihren Hausarzt oder wählen sie den Notruf 112.
      • Wenn Sie oder eine Pflegekraft hohes Fieber entwickeln, befolgen Sie die Regeln für Risikogruppen des Gesundheitsamtes und rufen 116117 an, um Rat zu erhalten.
      • Da sich Familienbetreuer oder bezahlte Pflegekräfte möglicherweise plötzlich isolieren müssen, sollte im Voraus ein alternativer Versorgungsplan (Notfallplan) erarbeitet werden, um sicherzustellen, dass die mit MSA lebende Person weiterhin versorgt und betreut wird.
      • Pfleger, Betreuer, Mitbewohner sollten sich bei der Ankunft und beim Verlassen gründlich die Hände waschen. Bitten Sie regelmäßige Betreuer und Pflegekräfte ihre Hände auch zwischendurch zu waschen. Wenn Sie über eine separate Gästetoilette verfügen, reservieren sie diese ausschließlich für Besucher und Helfer.
      • Bitten Sie um telefonische Konsultation (Gespräche, Video) mit ihrem Arzt um einen Praxisbesuch möglichst zu vermeiden.
      • Achten Sie auf gute Hygiene und waschen Sie Ihre Hände regelmäßig mindestens 20 Sekunden lang. Verwenden Sie statt Seifenstück flüssig Seife aus dem Seifenspender.

Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, informieren Sie sich bitte auf den folgenden Webseiten:

Für Deutschland bei der Bundesregierung, Bundesministerium für Gesundheit, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Robert Koch Institut

Für die Schweiz beim Bundesamt für Gesundheit BAG

Für Österreich beim Bundesministerium Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz

Aktualisiert am 4. April 2020

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